Gebührenzusammensetzung

Die Entwässerungsgebühren in Warendorf waren von 1996 bis 2002 annähernd stabil. Dieses konnte unter anderem durch eine solide und konstante Investitionsplanung erreicht werden. Weiterhin war diese Gebührenstabilität das erfolgreiche Ergebnis des Abwasserbetriebs, allgemeinen Preissteigerungen mit vorausschauender und wirtschaftlicher Betriebsführung zu begegnen.

Mit der Einführung der getrennten Gebühr gab es erhebliche Neuerungen innerhalb der Schmutz- und Regenwassergebühr. Sowohl die Schmutz- als auch die Regenwassergebühr setzte sich rückwirkend ab 01.01.2008 jeweils aus einer Grundgebühr und einer Zusatzgebühr zusammen.

Die Grundgebühr ist ein gesetzlich zulässiges Instrument, einen Teil der verbrauchsunabhängigen Kosten abzurechnen. Hiermit werden die so genannten Fixkosten (z. B. Vorhaltung der Kanäle, Abschreibungen, Zinsen, Personalkosten) sowohl bei der Schmutz- als auch der Regenwasserbeseitigung zum Teil abgerechnet. Diese Fixkosten betragen in Warendorf ca. 65 Prozent der Gesamtkosten. Hiervon dürfen bis zu 50 Prozent in die Grundgebühr eingerechnet werden.

Der Rest der Gesamtkosten wird über die Zusatzgebühren (auch genannt Benutzungsgebühren) abgerechnet, d. h. beim Schmutzwasser nach dem Frischwasserverbrauch und beim Regenwasser nach der Größe aller befestigten Flächen auf einem Grundstück.